20 Jahre sind ein schönes Alter – am Beginn eines Lebensweges. Ist es das auch für heute ± 75-Jährige, die sich vor 20 Jahren in einer Selbsthilfeorganisation vereinten, um ihren großen sozialen Verlust durch die Wende und den Wegfall der beruflichen Tätigkeit im Miteinander eines neuen ehrenamtlichen Gebrauchtwerdens zu kompensieren?
Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Ein derartiger Bruch in der Lebensgeschichte eines Menschen hinterlässt nicht nur finanzielle – arbeitsorganisatorische Spuren, sondern in erster Linie psychosoziale und persönlichkeitsspezifische Brüche, die Zweifel an sich selbst verursachen, bis ins familiäre – individuelle Lebensumfeld hinein. Gemeinsam mit Gleichbetroffenen lassen sich derartige negative Wirkungen am ehesten begegnen.
Gemeinsam statt einsam, Miteinander – Füreinander eintreten und handeln hilft über diese Konfliktsituationen durch ein neu gestaltetes Gebrauchtwerden am besten hinweg. Von dieser Grundüberzeugung gingen wir bei JAHRESRINGE 1990 aus, fanden viele Mitstreiter und gaben uns gegenseitigen Halt und neue Zuversicht in sozialen, soziokulturellen, bildenden, handwerklichen, freizeitgestalteten Aktivitäten in territorial spezieller Ausprägung. Diese Ausgangssituation änderte sich schnell. Die Aktivitäten der Projekte wandten sich nun nach außen an Kranke, Ältere, Behinderte, Arbeitslose, Aussiedler u. a. Mitbürger, um ihnen getreu unseres Verbandsmottos
Wer anderen hilft, hilft sich selbst Hilfe und Unterstützung zu geben.
Diese zwei sozialen Grundanliegen haben wir in unserer Verbandsarbeit in allen Mitgliedsorgani-
sationen in unterschiedlicher Breite und Vielfalt, aber auf gemeinsamen Nenner verwirklicht. In fast jeder Zeitung „Wir über uns“ finden sie hierzu Ausführungen, auch in der aktuellen Ausgabe Nr. 81, in der u. a. über den Arbeitskreis Soziales interessante Aussagen getroffen werden.
20 Jahre haben wir uns in ehren- und hauptamtlichen (arbeitsmarktgeförderten) Projekten einge-
bracht, um vielen Tausenden und Abertausenden im Kampf gegen Krankheiten, Einsamkeit, Isolation, in der Integration in ihre neue (alte) Heimat, bei der Suche nach Arbeit, bei der Bewältigung der Probleme des Alleinseins und Alleinerziehens sowie weitere Themen Unterstützung in Form der Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Das sind anerkennungswerte Ergebnisse die wir im Alter zwischen 55 und 75 erreicht haben. Heute sind viele von uns an einem Lebensalter, wo sie selbst ihrerseits Hilfe und Unterstützung suchen. Das ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre, die wir allein unter uns nicht lösen können. Uns fehlen heute ±55-Jährige die ehrenamtlich diese Aufgaben für uns und für andere Betroffene fortsetzen, was wir aufgebaut haben.
Wir müssen auch verstärkt in hauptamtlichen Vorhaben diese Aufgaben planen und umsetzen. Unsere Gesellschaft für Arbeit und Bildung e. V. steht hier vor einer weiteren großen Herausforderung. 19 Jahre wirkten Ehren- und Hauptamtliche in unserem Verband in der Regel erfolgreich zusammen. Dieses Gemeinsame zu erhalten und weiter zu führen bleibt für JAHRESRINGE ein oberstes Anliegen. Dabei hatten wir nicht nur Erfolge in den 20 Jahren, sondern schon der Start war schwierig und auf dem Wege mussten wir Rückschläge, Intrigen und auch Mietraumprobleme lösen. Und wir haben dies gemeinsam bewältigt. Das hat unseren Zusammenhalt sehr gestärkt.
Heute haben wir durch Schwierigkeiten in der Förderung arbeitsmarktpolitischer Projekte in Friedrichshain/Kreuzberg erneut Mietprobleme in der „Box“. Und wir haben Ausweichobjekte für alle Projekte. Gegenwärtig erfahren wir, dass im Landesverband Berlin und seinen Projekten nicht mit den anderen drei JAHRESRINGE - Verbänden in der Boxhagener Straße gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Es ist so, dass die Mitglieder im Landesverband eine eigene Lösung des Problems für sich suchten und gefunden haben. Drücken wir die Daumen, dass alles ohne Schwierigkeiten erfolgt. Erfreut können wir sagen, dass sowohl in Oranienburg, wie in Rhön-Grabfeld die Raumsorgen gelöst sind. Herzlichen Glückwunsch.
Es zeigen sich Tendenzen, die Trennendes verheißen, auch in einzelnen Projekten, die sich in sich aber nicht mit allen im Verband profilieren. Lockern wir unseren Zusammenhalt, geben wir unsere JAHRESRINGE – Philosophie auf, so befinden wir uns mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Wege zur Auflösung unserer Strukturen und eventuell des Verbandes. Passen wir auf , wehren wir den Anfängen, denn nur gemeinsam haben wir JAHRESRINGE aufgebaut und nur gemeinsam erhalten und entwickeln wir sie weiter. Wir waren und sind eine Selbsthilfeorganisation und nur als solche haben wir eine Zukunft.
JAHRESRINGE hat sich 20 Jahre auch als Interessenvertreter national und teils international einen Namen gemacht. wir traten immer sehr bewusst und konkret für die sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen unserer Mitglieder ein. Die Gebiete Vorruhestand, Senioren, Kranke, Behinderte, Alleinerziehende, Alleinstehende, Langzeitarbeitslose in allen Altersgruppen, Aussiedler u. a. wurden von uns thematisiert. Rentenprobleme, Reformen im Gesundheitswesen, der Arbeitsmarktpolitik, der Pflege, der Integration, die alle auch im Zusammenhang mit der Verwirklichung der deutschen Einheit standen und stehen, wurden von uns in eigenen Tagungen, Seminaren, aber auch auf Seniorentagen, in Konferenzen, Tagungen, Fachkommissionen, Seniorenvertretungen und – beiräten erfolgreich vertreten.
Aber auch hier können wir diese Aufgaben nach 20 Jahren nur noch mit weniger Verantwortlichen verfolgen. Aber wir geben diese Zweckbestimmung in unseren Zielstellungen nicht auf, weil sie uns in Wechselwirkung mit unserer soziokulturellen Aufgaben den Handlungsspielraum und die Kompetenz für erfolgreiche JAHRESRINGE – Verbandsarbeit schufen.
JAHRESRINGE hat eine insgesamt erfolgreiche 20 jährige Entwicklung zurückgelegt,
JAHRESRINGE ist ein kompetenter und anerkannter Verband für viele unserer Partner,
JAHRESRINGE hat klare gesellschaftliche Ziel- und Aufgabenstellungen,
JAHRESRINGE wurde und wird gebraucht,
JAHRESRINGE hat eine Zukunft, wenn wir alle daran mitwirken und für den Verband die Verantwortung weiter tragen,
JAHRESRINGE war und ist für seine Mitglieder immer ein aktiver Interessenvertreter.
Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Ein derartiger Bruch in der Lebensgeschichte eines Menschen hinterlässt nicht nur finanzielle – arbeitsorganisatorische Spuren, sondern in erster Linie psychosoziale und persönlichkeitsspezifische Brüche, die Zweifel an sich selbst verursachen, bis ins familiäre – individuelle Lebensumfeld hinein. Gemeinsam mit Gleichbetroffenen lassen sich derartige negative Wirkungen am ehesten begegnen.
Gemeinsam statt einsam, Miteinander – Füreinander eintreten und handeln hilft über diese Konfliktsituationen durch ein neu gestaltetes Gebrauchtwerden am besten hinweg. Von dieser Grundüberzeugung gingen wir bei JAHRESRINGE 1990 aus, fanden viele Mitstreiter und gaben uns gegenseitigen Halt und neue Zuversicht in sozialen, soziokulturellen, bildenden, handwerklichen, freizeitgestalteten Aktivitäten in territorial spezieller Ausprägung. Diese Ausgangssituation änderte sich schnell. Die Aktivitäten der Projekte wandten sich nun nach außen an Kranke, Ältere, Behinderte, Arbeitslose, Aussiedler u. a. Mitbürger, um ihnen getreu unseres Verbandsmottos
Wer anderen hilft, hilft sich selbst Hilfe und Unterstützung zu geben.
Diese zwei sozialen Grundanliegen haben wir in unserer Verbandsarbeit in allen Mitgliedsorgani-
sationen in unterschiedlicher Breite und Vielfalt, aber auf gemeinsamen Nenner verwirklicht. In fast jeder Zeitung „Wir über uns“ finden sie hierzu Ausführungen, auch in der aktuellen Ausgabe Nr. 81, in der u. a. über den Arbeitskreis Soziales interessante Aussagen getroffen werden.
20 Jahre haben wir uns in ehren- und hauptamtlichen (arbeitsmarktgeförderten) Projekten einge-
bracht, um vielen Tausenden und Abertausenden im Kampf gegen Krankheiten, Einsamkeit, Isolation, in der Integration in ihre neue (alte) Heimat, bei der Suche nach Arbeit, bei der Bewältigung der Probleme des Alleinseins und Alleinerziehens sowie weitere Themen Unterstützung in Form der Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Das sind anerkennungswerte Ergebnisse die wir im Alter zwischen 55 und 75 erreicht haben. Heute sind viele von uns an einem Lebensalter, wo sie selbst ihrerseits Hilfe und Unterstützung suchen. Das ist eine wichtige Aufgabe für die nächsten Jahre, die wir allein unter uns nicht lösen können. Uns fehlen heute ±55-Jährige die ehrenamtlich diese Aufgaben für uns und für andere Betroffene fortsetzen, was wir aufgebaut haben.
Wir müssen auch verstärkt in hauptamtlichen Vorhaben diese Aufgaben planen und umsetzen. Unsere Gesellschaft für Arbeit und Bildung e. V. steht hier vor einer weiteren großen Herausforderung. 19 Jahre wirkten Ehren- und Hauptamtliche in unserem Verband in der Regel erfolgreich zusammen. Dieses Gemeinsame zu erhalten und weiter zu führen bleibt für JAHRESRINGE ein oberstes Anliegen. Dabei hatten wir nicht nur Erfolge in den 20 Jahren, sondern schon der Start war schwierig und auf dem Wege mussten wir Rückschläge, Intrigen und auch Mietraumprobleme lösen. Und wir haben dies gemeinsam bewältigt. Das hat unseren Zusammenhalt sehr gestärkt.
Heute haben wir durch Schwierigkeiten in der Förderung arbeitsmarktpolitischer Projekte in Friedrichshain/Kreuzberg erneut Mietprobleme in der „Box“. Und wir haben Ausweichobjekte für alle Projekte. Gegenwärtig erfahren wir, dass im Landesverband Berlin und seinen Projekten nicht mit den anderen drei JAHRESRINGE - Verbänden in der Boxhagener Straße gemeinsam nach Lösungen gesucht wird. Es ist so, dass die Mitglieder im Landesverband eine eigene Lösung des Problems für sich suchten und gefunden haben. Drücken wir die Daumen, dass alles ohne Schwierigkeiten erfolgt. Erfreut können wir sagen, dass sowohl in Oranienburg, wie in Rhön-Grabfeld die Raumsorgen gelöst sind. Herzlichen Glückwunsch.
Es zeigen sich Tendenzen, die Trennendes verheißen, auch in einzelnen Projekten, die sich in sich aber nicht mit allen im Verband profilieren. Lockern wir unseren Zusammenhalt, geben wir unsere JAHRESRINGE – Philosophie auf, so befinden wir uns mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Wege zur Auflösung unserer Strukturen und eventuell des Verbandes. Passen wir auf , wehren wir den Anfängen, denn nur gemeinsam haben wir JAHRESRINGE aufgebaut und nur gemeinsam erhalten und entwickeln wir sie weiter. Wir waren und sind eine Selbsthilfeorganisation und nur als solche haben wir eine Zukunft.
JAHRESRINGE hat sich 20 Jahre auch als Interessenvertreter national und teils international einen Namen gemacht. wir traten immer sehr bewusst und konkret für die sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen unserer Mitglieder ein. Die Gebiete Vorruhestand, Senioren, Kranke, Behinderte, Alleinerziehende, Alleinstehende, Langzeitarbeitslose in allen Altersgruppen, Aussiedler u. a. wurden von uns thematisiert. Rentenprobleme, Reformen im Gesundheitswesen, der Arbeitsmarktpolitik, der Pflege, der Integration, die alle auch im Zusammenhang mit der Verwirklichung der deutschen Einheit standen und stehen, wurden von uns in eigenen Tagungen, Seminaren, aber auch auf Seniorentagen, in Konferenzen, Tagungen, Fachkommissionen, Seniorenvertretungen und – beiräten erfolgreich vertreten.
Aber auch hier können wir diese Aufgaben nach 20 Jahren nur noch mit weniger Verantwortlichen verfolgen. Aber wir geben diese Zweckbestimmung in unseren Zielstellungen nicht auf, weil sie uns in Wechselwirkung mit unserer soziokulturellen Aufgaben den Handlungsspielraum und die Kompetenz für erfolgreiche JAHRESRINGE – Verbandsarbeit schufen.
JAHRESRINGE hat eine insgesamt erfolgreiche 20 jährige Entwicklung zurückgelegt,
JAHRESRINGE ist ein kompetenter und anerkannter Verband für viele unserer Partner,
JAHRESRINGE hat klare gesellschaftliche Ziel- und Aufgabenstellungen,
JAHRESRINGE wurde und wird gebraucht,
JAHRESRINGE hat eine Zukunft, wenn wir alle daran mitwirken und für den Verband die Verantwortung weiter tragen,
JAHRESRINGE war und ist für seine Mitglieder immer ein aktiver Interessenvertreter.
Der Vorstand des JAHRESRINGE Gesamtverbandes bedankt sich bei allen aktiven Verantwortlichen, den Mitgliedern und den hauptamtlichen Mitarbeitern für eine langjährige interessante und erfolgreiche Verbandsarbeit.
Auf ein Neues, auf die nächsten 20 Jahre – seien wir bescheidener in diesen schwierigen gesellschaftlichen Zeiten und in Anbetracht unseres Lebensalters – sagen wir 5 bis 10 Jahre.
Danke, - alles Gute - gute Gesundheit und Erfolg.
Werner Ruppelt
Vorsitzender
Vorsitzender

